
Mittwoch:
Der Wind hat wieder ein wenig nachgelassen, sodass Segeltraining mit der mittlerweile zur Hälfte aus Nicht-ASV-Mitgliedern bestehenden Crew geplant ist. Während des Frühstücks wird zunächst an einem Adventskalender-Whatsapp-Verteilerquiz eines Familienangehörigen der Crew an literarischen Umschreibungen aus der Tier- und Pflanzenwelt gerätselt. Dabei wird festgestellt, dass es potenzielle familiäre Verbindungen aus dem mecklenburgischen Ort Güstrow zweier Crewmitglieder gibt. Anschließend wird der Wochenmarkt in der Marina für letzte Weihnachtsgeschenkkäufe oder den eigenen Bedarf genutzt. Vorrangig werden der Salzstand und lokale Schmuckanbieter unter Beschlag genommen. Danach wird das Schiff ausfahrbereit gemacht und kurz nach Mittag die Marina verlassen. Mit G3 und im zweiten Reff werden Wenden bei 18 Knoten Wind in verschiedenen Besetzungen geübt. Zudem erfragt die Crew nach einiger Zeit mehr Action. Daraufhin wird ein Kurs gegen den Wind mit ordentlich Krängung in der 2m Atlantikdünung eingeschlagen. Laut Logbucheintrag des Schiffsführers zeigt die Action beim nicht ASV-angehörigen Teil der Crew Wirkung. Das Wetter wechselt halbstündig zwischen leichten Regenschauern und Sonnenschein und erzeugt bei der Hafenansteuerung tolle Blicke auf Regenbögen über den Vulkanbergen der Insel. Nach einem Sundowner auf der Kaimauer gibt es Pasta. Danach wird das Salonkino gestartet und der Segelblockbuster „Nichts wie hinterher“ aufgeführt, der auf viel Begeisterung stößt. Anschließend werden noch einige Mitteilungshefte aus der Bordbibliothek in genauere Begutachtung genommen und einige weitere Seereisenberichte erörtert. Jedoch macht sich ein über die letzten Tage angestautes Schlafdefizit innerhalb der gesamten Crew bemerkbar, sodass bereits vor Mitternacht die Kojen aufgesucht werden.
Donnerstag:
Am kommenden Morgen werden beim Frühstück die am Vortag festgestellten familiären Verbindungen innerhalb der Crew eindeutig mithilfe von Zuarbeit aus der Ferne bestimmt. Es geht nicht über „entfernt angeheiratet“ hinaus. Das Wetter präsentiert sich zudem wieder mit strahlendem Sonnenschein und einer moderaten Segelbriese. Wir laufen gegen Mittag aus dem Hafen aus und fahren anschließend für 2 Stunden regattamäßige Wenden und Halsen. Die Mittagspause findet in einer Ankerbucht östlich des Point Papagayo statt. Es gibt die kulinarische Allzweckwaffen: Nudeln mit Pesto. Aufgrund des nordöstlich anlaufenden Wellengangs wird es jedoch eine ziemlich schaukelige Mahlzeit. Wir wechseln daher anschließend den Ankerplatz und umkurven das Kap zu einer Bucht an der Westseite. Dort wird der Spibaum angebaut und zahlreiche akrobatische Sprungvariationen werden vollführt.
Nachdem sich alle ausreichend ausgetobt haben, wird die nahegelegene Marina wieder angesteuert. Abends gibt es Kartoffeln mit Quark.
Gut gestärkt geht es relativ früh in die Koje, da für den nächsten Tag viel geplant ist.
Freitag:
Der Versuch die am Vorabend angekündigte Frühstückszeit zu realisieren, gelingt an diesem Morgen erstmalig. Um 9:45 Uhr sind wir abfahrbereit um mit zwei Mietautos noch ein wenig die Insel zu erkunden. Zunächst geht es zu einer Saline, in der laut einem Grillliebhaber aus dem Ruhrpott den wir auf dem Parkplatz treffen, das beste Salz der Welt erzeugt wird. Die Verifzierung unsererseits läuft allerdings noch…. Anschließend geht es zu einem der zahlreichen Vulkane, an dem wir eine kleine Wanderung in und um den Krater machen. Danach stoßen wir bei der Suche nach einem Mittagssnack auf den wahrscheinlich günstigsten Imbiss der Insel. Es gibt Burger für 3€, sowie verschiedenste Pommesvariationen und andere Fastfood-Leckereien zu Preisen, die aus einem anderen Jahrzehnt zu stammen scheinen – oder wir bewegen uns glücklicherweise fernab touristischer Pfade. Nach der Stärkung geht es an die Westküste zu einer Bucht mit schwarzem Sand und beeindruckenden Gesteinsformationen in der wir im Angesicht der mächtigen Atlantikbrandung ein wenig verweilen. Zuletzt durchfahren wir auf dem Rückweg noch einen Nationalpark mit schroffer Vulkanlandschaft. Gegen Nachmittag treffen wir wieder in der Marina ein, um uns mit Lappen und Schwämmen bewaffnet daran zu machen, das Walross wieder auf Vordermann zu bringen.
Nach drei Stunden sind wir fertig und gehen fürs letzte Crewdinner in eine Tapasbar am Hafen. Nachdem wir die Geduld der Bedienung maximal ausgereizt haben, wird die Sitzung in den Salon verlagert und sich daran gemacht der Nachfolgecrew auch ja keine alkoholischen Getränkevorräte verkaufen zu müssen. Gegen 5:30 Uhr geben wir uns geschlagen, sind unserem Ziel jedoch sehr nahe gekommen.
Eine einvernehmlich wunderbare Seereise endet an dieser Stelle, nochmal mit großem Dank an die tolle Schiffsführung sowie explizit an Schiffer Jonathan.
Der zweite Chronist (Gast) möchte noch einmal hervorheben, dass allen nicht-segelerfahrenen Gästen dieser Reise eine äußerst vielseitige und lehrreiche Segelerfahrung geboten wurde, die bei allen große Begeisterung und künftiges Interesse am Segelsport hervorgerufen hat.
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