Posted by on 12. September 2025

Oder: 1.200 Seemeilen am Wind

Mit dem Verladen der Bestellungen und einem Resteinkauf mit Gasflasche gehen am Montag, den 7. September die letzten Reisevorbereitungen zu Ende. In weiser Voraussicht auf die zu durchkreuzende See (Biskaya) und das uns darin bevorstehende Wetter (ausgeprägte Okklusionsfront) kochen wir sogar noch ein Curry vor. Zwischendurch bleibt uns aber genügend Zeit, um noch einen kurzen Abstecher nach Roscoff zu machen … also wirklich ein nettes Städtchen …

Am Dienstag brechen wir dann pünktlich kurz vor dem Tidenhöchststand in Richtung der Azoren auf. Mit mitlaufendem Gezeitenstrom schaffen wir es unter Code1 und mit zunehmenden Winden unter der G4 bis an die Westspitze der Bretagne. Hier erreichen wir dann auch die erwartete Okklusionsfront, und weil wir bis dahin schneller sind als erwartet, bleibt irgendwie gar keine Zeit mehr, das Curry zu essen. Wenig später haben dann auch neun von zehn gar keine Lust mehr auf Curry. In diesem Zusammenhang möchte ich aus einer Reportage zitieren: „Weißt du, wenn man seekrank ist, dann denkst du, dass du stirbst. Aber wenn du richtig seekrank bist, dann wünscht du dir, dass du stirbst. – Da hilft dann eigentlich nur noch Apfelkuchen. Apfelkuchen: schmeckt runter genauso gut wie hoch!“ – Leider haben wir keinen Apfelkuchen. Ja, und die zehnte Person, die hat weiter an den großen Fisch an der Angel gedacht. Der ist jedoch samt Köder und Reitgewicht im Atlantik verschwunden.

Inzwischen haben wir Freitag, den 12. September und das wechselhafte Rückseitenwetter und die Biskaya hinter uns gelassen. Gestern konnte sogar eine erste warme Mahlzeit zubereitet und gegessen (!) werden. Aktuell fahren wir ca. 120 sm vor der Iberischen Halbinsel mit einem Nahezuanlieger auf die Azoren zu. Die Wettervorhersage droht uns mit einem ausgeprägten Azorenhoch und sehr schwachen Winden (uns kann man es aber auch nicht recht machen). Der neue Hydrogenerator sorgt nach anfänglichen Startproblemen für eine erhebliche Entspannung bzgl. unseres Stromsparzwanges. Und um 05:15 MESZ konnte einer der fiesen Knarzgeister an Bord erfolgreich vertrieben werden. 

Vierter Tag: „Ach, der Geruch von Tütensuppe, herrlich“.

Es grüßt vom Atlantik

die Crew von WALROSS 4

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