Geschrieben von am 28. Mai 2024

In København angekommen wird die Pantry wieder angeschmissen. Kurz danach oder bereits während dessen fallen einem Teil der Crew so einige Augen zu. Der Rest macht sich abends noch ein paar schöne Stunden in der bereits mit sommerlichem Flair und Touristen gefluteten dänischen Hauptstadt. Am Samstag tun wir es den tausenden Touristen gleich und quetschen uns durch Nyhavn. Dank ein wenig Lokalkenntnis können wir aber noch ein paar weniger überfüllte Ecken finden. An diesem Tag erfolgt auch ein teilweiser Crewwechsel.

Nach dem uns am Sonntag, dem 26.05., begleitet von Feuerwerk und Salutschüssen Frederik, der König von Dänemark, aus Schloss Amalienborg noch einmal zuwinkt, machen wir die Leinen los und uns auf den Weg in die schwedischen Schären. Sonne und eine leichte Brise von achtern verleiten uns sehr schnell dazu, wieder den Bären-Spi zu setzen. Dieser bringt uns unter auffrischenden Winden knapp vorbei an Fähren, dem Hamlet-Schloss Kronborg und Verkehrstrennungsgebieten in den Sonnenuntergang. Das dauert hier oben ja so etwa mehrere Stunden, und kurz bevor es dunkel wird, wird es eigentlich auch schon wieder hell. In der „Nacht“ werden wir von ständigem Wetterleuchten im Osten und Westen und weiterhin achterlichen Winden begleitet. Die Gewitter trauen sich jedoch nicht aufs Kattegat, und so verläuft für uns die Fahrt zumindest über Deck weitestgehend ruhig.

Unter Deck macht sich jedoch, kurz nachdem der Spi geborgen wurde, ein fieses Knarzen breit. Schnell stellt sich heraus, dass der Mast anscheinend auch nach dem fünften Eintrimmen etwas Bewegungsdrang im Fuß verspürt. Wir verringern die Segelfläche und schauen die restliche Fahrt nach Marstrand immer wieder besorgt ins Rigg und unter Deck – durch kleinere Maßnahmen für unterwegs können wir den Bewegungsdrang zumindest deutlich reduzieren. Es wird jedoch klar: auch in Marstrand müssen wir uns nochmals intensiver mit dem Schiff auseinandersetzen.

Die Einfahrt nach Marstrand erfolgt am Montag gegen 1400. Dort angekommen warten wir den kurzen Regenschauer ab und machen, was man immer erstmal machen sollte: Wir bereiten ein frühes Abendessen vor. Parallel wird der Riggtrimm kontrolliert und über Hinweise und Anfragen zum Mast und seinem Fuß mit dem „Shoreteam“ in Deutschland philosophiert. Natürlich schaffen wir es aber noch deutlich vor Sonnenuntergang (wie gesagt: das dauert hier etwas länger) auf die Granit-Insel, die wir dank hervorragender Vorbereitung, reichlich vorhandener Hinweisschilder und aufgestellter Karten dann auch zumindest zur Hälfte erkunden können.

Wir sehen die Festung, Hochmoore, Parkanlagen, Granit, das Meer, Leuchttürme, niedrige windgekrümmte Wälder und Granit. Immer noch vor Sonnenuntergang (darüber wurde bereits berichtet) befinden wir uns wieder auf dem Schiff und greifen erneut zum Werkzeug.

Bis spät in die Nacht versuchen wir den Spalt, bedingt durch das Mastfall, adäquat zu füllen. Zu später Stunde beenden wir die Arbeiten mit einem deutlich besser stehenden Mast und schmeißen uns in die Koje. Gute Nacht!

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