Geschrieben von am 25. Mai 2024

Wer denkt, der Inhalt dieses Textes passt zur Überschrift, hat sich genauso geirrt, wie die zwei „Unbefahrenen“ auf WALROSS 4. Viel mehr geht es bei diesem Bericht darum, die wichtigen Gedanken der Crew zu den letzten Tagen zusammenzufassen.

Wir starten am Dienstag, dem 21.05. in Greifswald. Für einige ist es der erste Tag an Bord, andere haben sich bereits an das Gefühl der Indienststellung 2.0 gewöhnt. Während die To-Do-Liste stetig länger wird, bringen wir gleichzeitig verschiedenste Modifizierungen an Bord zu Ende. Zu spät stellen wir fest, dass es eine zweite Seite auf der Einkaufsliste gegeben hätte – nichts Überlebenswichtiges, erst mal bloß keine Salzstangen an Bord. Wir machen uns leider auch ohne Räuchertofu auf den Weg nach Sassnitz.

Anfangs haben wir uns noch über fehlendes Haarspray geärgert. Später ist das größte Problem die bereits „besetzte“ Pütz. Fische fütternd, bei maximaler Höhe erreichen wir mit gemischten Gefühlen und inzwischen ohne Welpenschutz auch für die „Unbefahrenen“ Sassnitz. „Seid ihr wahnsinnig?“ wurde nicht nur einmal gefragt. Es gab inzwischen massive Zweifel daran, warum man sich so etwas eigentlich antut.

Ein Tag Pause, den ersten Schreck verarbeitend gehen die Basteleien an Bord weiter. Exquisites Beispiel von diesem Tag: ein 16h-Spleiß, aufgeführt von einem 6-köpfigen Ensemble, mit freundlicher Unterstützung durch 4 Winschen (mehr wären gut gewesen). Wir machen uns nun mit Räuchertofu eingedeckt auf den Weg nach … ja wohin eigentlich? Während ein „Jacke über Bord“-Manöver in der Box von Sassnitz noch unbemerkt blieb, fischen wir nun vor der Kulisse der Kreidefelsen erfolgreich ein paar Bojen. Gemeinsam setzen wir zum ersten Mal in der Saison den Code 1 und rollen ihn wieder ein, bevor sich die Crew in Wachen aufteilt. Die Backbord-Wache freut sich über traumhaftes Sunshine-Sailing, die Steuerbord-Wache über frisch gekochtes Abendessen, den rot aufgehenden Vollmond und Perlenketten aus Satelliten. Die Kurse werden zuverlässig aus der Navi angesagt, sodass morgens gegen fünf im Öresund der gesetzte Bärchen-Spi die Brücke unterquert. Jetzt steht auch endlich das Ziel der Etappe fest: der Stadthafen von Malmö.

„Sind 2,5 Meter eigentlich tief?“ wird sarkastisch gefragt, nachdem wir sorgsam das Hafenbecken per Hand ausgelotet haben. Zwar haben wir immer genügend Wasser unterm Kiel, so aufregend waren weniger als 1 Knoten Fahrt durchs Wasser jedoch noch nie. Zur Entspannung dürfen wir Cappucino, Kanelbulle und weitere regionale Snacks und konditorische Meisterleistungen in der Altstadt von Malmö genießen. Die letzte Etappe startet keine 5 Stunden nach dem Anleger, pünktlich um 1400 nach Kopenhagen.

Jetzt sind drei Dinge klar:

  • Wir sind müde.
  • Es ist doch keine alkoholfreie Reise und
  • wir planen alle schon den nächsten Törn.

Zusammenfassend:

  • „Peace, love & sunshine sailing“
  • „Segeln ist scheiße, wann wollen wir das wieder machen?“
  • „Die Heizung funktioniert.“
  • „Wraps auf See wären eine schlechte Idee.“

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