Geschrieben von am 20. September 2019

Endlich vollzählig!

18.09.2019

Inzwischen sind alle acht Prüflinge munter an Bord angekommen – Mal sehen wie munter wir das Schiff am Montagabend verlassen werden. Bis dahin haben wir aber noch ein paar Tage. Die Statistik spricht bisher für uns. Immerhin insgesamt 36 An- und Ableger und davon heute einige bei bis zu 30 kn Wind und Hagelschauer können wir bisher auf der Haben-Seite verbuchen. Und wenn denn ein Manöver mal etwas knapper wird, beherzigen wir das Motto: „Immer mit Schwung in die Sch.... äh den Scheibenkleister!“.

So haben wir heute morgen das schöne Wetter mit wenig Wind auch nicht dazu genutzt um entspannt wieder Anleger zu üben, sondern haben uns vertiefend mit der Schiffstechnik auseinander gesetzt um die Wartezeit bis zum Auffrischen des Windes sinnvoll zu nutzen. Heutiges Thema war die Hauptmaschine und was wir als „Laien“ daran kontrollieren und reparieren können. „Ganz wichtig: Das ist ein Verbrennungsmotor – kein Explosionsmotor!“

Zum Feierabend genossen wir eine hervorragende hausgemachte Käse-Lauch-Suppe (Der findigen Leserschaft dürfte bereits aufgefallen sein, dass wir mangels flacher Teller nur** noch Suppen essen können.) So ganz Feierabend hatten wir dann doch noch nicht. Es folgte ein ausgiebiges Telefonat, bei dem uns noch einmal „alle“ Kniffs und Tricks für die Prüfung nahegelegt wurden. Quasi aus erster Hand -  Schließlich kommen diese Informationen direkt von der Schiffsführung von SSS-Prüfungen. Mal sehen was wir morgen daraus machen.

** Das „nur“ bezieht sich als Einschränkung lediglich auf die Anzahl der möglichen Gerichte – nicht auf deren Schmackofatzigkeit.

„Hast du das jetzt endlich verstanden?“

19.09.2019

Schon wieder standen heute auf unserem Tagesplan An- und Ableger, Kreuzpeilungen und Radarseitenpeilungen. Dank deutlicher Effizienzsteigerung können wir heute 46 weitere An- und Ableger, dieses Mal in Schilksee, verbuchen. Auch verschiebt sich das Verhältnis zwischen Peilkompassortsbestimmungen, die auf dem Land enden und welchen, die tatsächlich mit den GPS-Koordianten fast übereinstimmen langsam deutlich zu Gunsten der Letzteren.

Zum Ende des Tages überließ uns der Schiffer das Anlegeschlachtfeld komplett und zog sich gelangweilt zurück unter Deck. Ein Crewmitglied lobte dann noch ein Eis für jeden aus, falls der Anleger auch am Ende der recht engen Boxengasse gut wird. Dank vollem Einsatz aller konnten wir uns das Eis gerade so verdienen. In Ölzeug und Fließ ging es dann in die Schilkseer Olympiaeisdiele. Mit dem Aufzug wurden wir vom Eisfachverkäufer mit der Frage konfrontiert „Kommt ihr vom Fischen oder kommt ihr vom Segeln?“. Ehrlich gesagt war diese Frage gar nicht so leicht zu beantworten. Schließlich haben wir an dem Tag weder Bojen gefischt noch waren wir bis dahin segeln. Egal, das Eis war lecker. Danach wurden noch ein paar letzte An- und Ableger geübt, bevor es wieder gen Düsterbrook in unseren Hafen ging. Mit frischen Wind aus Nordwest konnten wir sogar einmal die Genua ausrollen und endlich den Motor für eine gewisse Zeit ausschalten. (Wir warten leider immer noch auf ein kleines aber wichtiges Teil für unser Großsegel, weswegen wir das seit der Überführung nicht nutzen konnten – Aber morgen wird es dann endlich soweit sein.)

Auf der Überfahrt wurde dann auch schon das Gemüsecurry vorbereitet und es wurden weitere Ortsbestimmungen durchgeführt. Vorbei ging es an dem Regattafeld der heutigen Kieler Mittwochsregatta und rein in unsere Box – natürlich ohne Komplikationen. Bei der Organisation von Duschmarken hingegen wurde die psychische Belastbarkeit ein weiteres Mal auf die Probe gestellt. Oder wie soll man sich fühlen, wenn auf die Anfrage im gegenüber liegenden Hotel: „Hallo, ich würde gerne Duschmarken haben.“ die Antwort kommt: „Ja, das ist eine gute Idee!“?

Nach dem Abendbrot gingen wir noch ausgiebigst die Schiffselektrik durch. Die Ankerwinden-Batterie ist wie ein Spülkasten am Klo und bei einem Kurzschluss ist der Abschluss des Spülkastens defekt und der FI-Schalter würde kommen, wenn der Spülkasten überläuft. Diese ausführlichen Erläuterungen stellten unseren Schiffer erneut auf eine Geduldsprobe. Hat er aber bisher trotzdem alles ganz gut durchgestanden mit uns. Naja, er durfte heute ja auch mal steuern (sogar unter Segel).

„Du hast das ja auch ganz gut drauf, wie man die Kamera benutzt.“ - „Ja … jeder braucht ein Hobby und Segeln ist mir zu anstrengend.“.

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