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15.10.2016 23:50

Ziel erreicht!

Es ist geschafft – wir sind in Hamburg.

Erste Regatta-Crew beim offziellen Empfang

Regattastart in Rio am 25.08.16

Würdiges Ende unseres Bärchen-Spi

24.09.16 verewigt im Hafen von Horta

Start 2. Etappe in Horta am 30.09.16

Zweite Regatta-Crew im Ziel in HH am 13.10.16

Projekt "Einmal Olympische Spiele und zurück"

Am 13. Oktober 2016 um 16:48:48  haben wir die Ziellinie querab der „San Diego“ am Baumwall in Hamburg passiert.  Am Steg warteten ein paar unverdrossene ASVer, die Wettfahrtleitung und neben zwei Kästen kalten flüssigen Brotes eine weit mehr gewürdigte heiße Kartoffelsuppe!

Die Regatta Rio de Janeiro nach Hamburg hat ein hart erkämpftes, wohl verdientes und würdiges Ende gefunden.

Wie im zuletzt gesandten Bericht vorausgesehen, hatten wir einen letzten anstrengenden „Ritt“ über die Nordsee nach Helgoland vor uns. Wie nicht anders zu erwarten, drehten Wind und Welle nicht zu unseren Gunsten, verhielten sich auch untereinander nicht in der gleichen Richtung, was das Steuern genauso wie die erreichbare Höhe am Wind nicht unbedingt positiv beeinflussten, und ließen sich nach Passieren der niederländischen Küste südlich von Texel auch nicht lange bitten, „mehr“ zu werden. Nur: ihre für uns ungünstige Richtung änderten sie nicht. Stattdessen gab die Kälte ihr Bestes, das Thermometer noch weiter nach unten zu führen….

Wir hatten uns dagegen entschieden, einen weiten Schlag nach Norden hinaus zu machen, um dann von „oben“ kommend einen langen Schlag nach Helgoland zu finden. Schließlich sollten wir die Ziellinie in Helgoland zwischen Düne und Hauptinsel von Norden kommend passieren. Stattdessen setzten wir auf die Chance, durch hoffentlich aufmerksames Erkennen und Nutzen auch kleinerer Winddreher Verkehrstrennungsgebiete seemännisch korrekt, aber an der für uns günstigen Stelle zu queren, sowie zwischen den zahlreichen Windparks den kürzesten und schnellsten Weg nach Helgoland zu finden. Aus unserer Sicht klappte die Taktik, und so konnten wir am 13. Oktober um 01:43:36 einen Screenshot vom Kartenplotter machen und der Wettfahrtleitung melden: Ziellinie Helgoland passiert!

Wie vorher schon angekündigt, wollten wir bei günstiger Prognose für ein Passieren Cuxhavens bei Niedrigwasser und Weiterfahrt nach Hamburg mit steigendem Wasser ohne Unterbrechung weitersegeln. So haben wir das auch gemacht. Kein Stop in Helgoland, keine Verschnaufpause, gleich weiter. Die Zeit des Zieldurchgangs war somit automatisch unsere Startzeit für die letzte „Sprint-Etappe“ nach Hamburg.

Der Sprint war weiterhin ein Aufkreuzen – was bis zum Zieldurchgang anhielt. Cuxhaven erreichten wir leider erst  mehr als eine Stunde nach Niedrigwasser, hatten zwar von dort somit größtenteils mitlaufenden Strom, aber leider nicht bis zum Schluss. Die letzten 4 Meilen vor dem Ziel im City-Sportboothafen in Hamburg stand der Strom wieder gegen uns. Durch die mittlerweile große Wassertiefe in der Elbe ist der Wechsel zwischen auflaufendem und ablaufendem Wasser auch ziemlich unvermittelt und die Stromstärke nicht eben gering. Die letzten Meilen zogen sich hin …

Außerdem hatte die Kälte sich entschieden, sich auf gar keinen Fall zu verabschieden, sondern weiterhin Zähne zu zeigen. Da hatte das Aufkreuzen genau  -besonders die letzten Meilen vor dem Ziel- durchaus eine positive Seite: beim vielen Wenden konnte einem ganz schön warm werden. Der GPS-Tracker hatte hinterher die entsprechende Zahl parat: von der Außenelbe bis zum Ziel waren es genau 141 Wenden !

Und dann war das Ziel erreicht!

In vielerlei Hinsicht!

Die beiden Crews dieser Regatta von Rio de Janeiro über 4.400 Seemeilen nach Horta und über 2.200 Seemeilen von Horta über Helgoland nach Hamburg hatten teilweise sehr unterschiedliche Herausforderungen zu bestehen und haben das sehr gut bewältigt.

Die aktuelle Crew  war von Anfang bis Ende hochmotiviert und immer bei der Sache, den Kurs, das Steuern, die Wahl der richtigen Beseglung, das Finden des richtigen Kurses und vieles mehr zu optimieren. Wir sind nach unserer bescheidenen Einschätzung gut gesegelt. Performance war kein Reizwort, sondern tägliche Herausforderung.

Die vorhergehende Crew hatte mit den Reparaturen an Mast und Schiff in Rio de Janeiro einen gänzlich anderen Beginn ihrer Reise als gedacht. Die widrigen Verhältnisse am Beginn der Fahrt taten ihr Übriges. Dazu kamen die vielfältigen seglerischen Herausforderungen. Auch diese Crew war jederzeit hochmotiviert und engagiert und hat unser Walross in bester Manier bis nach Horta gebracht. Der ASV kann deshalb stolz sein auf seine engagierten Aktiven, die die Herausforderung der langen Reisen angenommen und bewältigt haben.

 Die Teilnehmer dieser beiden Reisen von Rio de Janeiro bis nach Hamburg sind aber nur ein Teil des Erfolges.

Dazu gehören nämlich die Mannschaften der ganz überwiegend Alten Herren, ihrer Angehörigen, Freunde und sonstigen Gäste, die das Schiff in acht Reisen bis nach Rio de Janeiro gesegelt haben und dabei teilweise auch nicht zu knapp mit Arbeiten konfrontiert wurden, die man vorher so nicht erwartet hatte, und deren Bewältigung viel Kraft und Geduld erfordert haben. Dazu gehört auch die Crew, die das Schiff morgen pünktlich zum vorgesehenen Übergabetermin übernehmen und nach Stettin segeln wird, damit es von dort den bekannten Weg ins Winterlager in der heimatlichen Scharfen Lanke antreten kann.

Die Aktiven wissen das sehr wohl zu schätzen!

Das Projekt Rio de Janeiro – Hamburg ist eben ein Projekt Berlin – Rio de Janeiro – Berlin.

Das Ziel des ASV, Aktiven die Chancen langer Fahrten zu eröffnen und über die Generationen hinweg einer gemeinsamen Idee zu entsprechen, ist -wieder einmal- erreicht worden!

 Es ist aber ein weiteres Ziel erreicht.

Wir haben uns der Herausforderung gestellt, über eine lange Strecke gegen zwei ausgewiesene Regattaschiffe anzutreten, „HASPA Hamburg“ vom Hamburgischen Verein Seefahrt und „Bank von Bremen“ von der Segelkameradschaft Wappen von Bremen, Schiffe namhafter Vereine mit guten Seglern und Seglerinnen sowie versierten und  verantwortungsbewussten Skippern. Wir taten das im Wissen, dass die Nachteile eines mehr als 7-8 Tonnen schwereren Schiffes und seiner „weniger guten Besegelung“ auch über den Rennwert der ORC-Vermessung nicht aufgewogen werden können, vor allem, wenn es darum geht, auf Raumschotgängen hohe Geschwindigkeiten zu erzielen oder bei schwächeren Winden zügig in Fahrt zu kommen, wo wir noch lange in der Flaute stehen.

Wir haben völlig unabhängig von den noch nicht bekannten Ergebnissen der drei Etappen Lob und Respekt erhalten, wie und mit welch teilweise geringem Abstand wir den beiden anderen Schiffen auf den Fersen waren, und wie wir uns insgesamt präsentierten. Wir haben in Rio de Janeiro und in Horta im Zusammentreffen und im Beisammensein mit den anderen Crews Kameradschaft erfahren und praktiziert, über uns berichtet, sind uns näher gekommen. Wenn auch die Vereine sehr unterschiedlich sind, so eint sie alle doch die Idee, vor allem jungen Menschen die Erfahrungen zu ermöglichen, die das Segeln auf Hoher See und zu besonderen sowie ausgewiesenen Zielen bietet.

Wir sollten auch zukünftig Gelegenheit nehmen und finden, Gemeinsamkeiten und die Kontakte zu pflegen und nach außen auch zu vertreten.

 Am 21. Oktober sind alle Teilnehmer und Förderer und Gönner aller Reisen im Zusammenhang mit dem Projekt „Southern Ocean Challenge“ der HASPA Hamburg und der Wettfahrten von Rio de Janeiro bis nach Hamburg zu einem Empfang und der Preisverleihung in den Räumen der Hamburg-Süd eingeladen. Wir, die Crews der beiden Reisen acht und neun, werden dort in großer Zahl dabei sein und stolz den Stander des ASV vertreten. Egal, mit welchem Platz in den Regatten wir abgeschlossen haben.

Der ASV hat für sich gewonnen, neue Freunde noch dazu!

 

Was bleibt am Ende?

Schöne Seereise(n) ex!

 Eure Walross-Crew


Walross 4

Marinetraffic (falls AIS aktiv)

Termine im ASV

26.08.2017
14:00 Uhr
Segel Jour Fixe
29.08.2017
19:30 Uhr
* Schifferrat
02.09.2017
10:00 Uhr
AHAH-Aktiven H+H Tag
02.09.2017
14:00 Uhr
AH-Gartenbowle
09.09.2017
Geschlossene Veranstaltung (Hochzeit)
* nur für Mitglieder

Adresse

Akademischer Segler-Verein e.V.

Scharfe Lanke 57
13595 Berlin

Telefon +49 30 3615000
Telefax +49 30 36282469