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08.08.2017 06:32

Was sagt eigentlich die Performance oder: Tag zwei des Fastnet Races


Der erste Tag auf See begann für die meisten Crewmitglieder mit der nächtlichen Entdeckung von Tümmlern, welche uns zeitweise begleiteten. Andere nutzten die möglichen Ruhephasen möglichst ausgiebig in den Kojen oder wahlweise im Salon. Am Morgen stellte der Schiffer fest, dass er wahrscheinlich länger geschlafen habe, als die letzten Tage an Land. Das mehr oder weniger rollierende Frühstück gelang recht gut. Diejenigen, die früh Wache hatten, konnten so auch später noch zu einem zweiten Frühstück greifen oder wahlweise noch bis zur Mittagssuppe warten, um aufkeimendem Hunger zu begegnen. Auf jeden Fall boten sich genug Gelegenheiten gegen die tückische Seeschlankheit.

So ein Käse - Cheddar und Chorizo für Fingerfood auf der Kante verwurstet

Besonderer Beliebtheit erfreut sich wieder einmal die als ehemalige Joghurtdose getarnte Snackbox. Bereits zur Cowes Week gab es diese täglich frisch gefühlt mit Käsehappen und Wurtstückchen. Auch jetzt verdampft der Inhalt der Box recht zügig, sobald er an Deck gelüftet wird.

Fährt volle Höhe - Schiffer von meuternder Crew in den Mast gezogen

Nachts war ein Softschäkel am Genuafall gebrochen. Das Fall wurde sogleich durch das andere intakte Fall ausgetauscht, sodass direkt mit der Genua 3 weitergesegelt werden konnte. Allerdings hing nun das Ende des zuvor benutzten Falles im Mast. Morgens wurde daher eine Person in den Mast gezogen, um das andere Fall wieder an Deck zu holen. Um nicht aus der Routine zu kommen, wurden anschließend noch einige neue Softschäkel gebaut. Allmählich ist nun auseichend Ersatz an Softschäkeln an Bord. Da die Takelkiste gerade an Deck war, wurden auch noch die Code One Schoten mit Augspleißen versehen.

Parkticket gezogen - Kein Glück in der Windlotterie

Seglerisch bot der Tag einige Wenden und immer mal wieder Strecken, welche wir unter Code One statt unter der Genua zurücklegten. Je nach Winddreher versuchten wir mit dem größeren Tuch höhere Geschwindigkeiten zu erreichen. Bei mehrfach fast vollständig abflauenden Winden gelang dies jedoch nur mäßig. Zumindest zum Strom positionierten wir uns recht gut. Mit den Boten um uns herum lieferten wir uns ständige Kopf an Kopf Rennen und fast jede Stunde wechselte die Führung. Leider befinden wir uns insgesamt mittlerweile eher im hinteren Teil des Feldes. Die schwachen Winde scheinen den anderen, leichteren Booten unserer Gruppe weniger Schwierigkeiten zu bereiten. Bei uns jedenfalls wurde regelmäßig die Performance gecheckt. Bei unter 8 Knoten Wind sind aber selten mehr als 80 % der theoretischen Geschwindigkeiten laut Polardiagramm möglich, da unser liebes Walross dafür einfach zu schwer ist.

Der immer wieder bestehende Handyempfang unter Land wird fleißig zu Abruf von neuen Wetterinformationen benutzt, welche alsbald in unsere Routings einfließen. Leider stimmen die Prognosen dann jedoch kaum zu den tatsächlich vorhandenen Windbedingungen. Die Windstärken sind in den Grib Files meist höher und auch die Winddreher werden nur recht unvollständig abgebildet. Die regelmäßige Beobachtung der vorhandenen Wetterlage - und Änderungen, bleibt daher unabdingbar als Ergänzung zu den heruntergeladenen Wetterinformationen. Dennoch ist das digitale Routen eine enorme Erleichterung und ermöglicht z.B. durch die genauen Aufzeichnungen der gemessenen Werte einen sehr guten Überblick.

Ganz schön(e) mitgenommen - Neptun fordert aktiv seine Spende ein

An Bord fährt aktuell praktisch kein Alkohol mit. Lediglich eine Flasche Champagner für die Fastnet-Rundung ist an Bord geblieben. Leider fiel der Sparsamkeit auch die obligatorische Flasche Sherry zum Opfer, sodass wir Neptun keine Spende darreichen konnten. Ein Crewmitglied bemerkte heute daher auch kritisch, dass wir diesem Ramses und Poseidon keinen Tribut gezollt haben. Ob es diese Verwechselung oder die Tatsache war, dass Neptun gar nicht bedacht wurde, wissen wir nicht. Jedenfalls holte sich Neptun den ihm zustehenden Anteil heute selbst in Form unserer nagelneuen Winschkurbel.

Auf Tuchfühlung - Vorschoter freundet sich mit neuem Spi an

Mittlerweile wohnen alle Segel im Salon, um den Bug etwas aus dem Wasser zu kriegen. Dies macht auch das Schlafen in Luv einfacher, da man nicht mehr von der Couch rutschen kann. Unser Vorsegeltimmer probierte dies gleich genüsslich aus und kuschelte sich für ein Nickerchen auf unseren neuen Bärchenspi.

Aktuell fahren wir mit ca. 8 Knoten über Grund Richtung Lands End. Wenn wir in gut einer Stunde dort ankommen, wird uns der Strom wie auch bei Lizard Point mit gut zwei Knoten in die richtige Richtung drücken. Hoffentlich können wir so etwas der verlorenen Strecke wieder gutmachen. Zumindest haben wir dann schon mal kein Land mehr zwischen uns und dem Fastnet Rock, sodass dieser Wegpunkt in etwas greifbarere Nähe kommt.

 

Beste Grüße von der W4-Crew

 

Fleet Tracking - Fastnet Race:

www.rolexfastnetrace.com/2017-fleet-tracking-race-player


Fuxjagd 2017 - SZV Regatta

       07. / 08.10.2017 im ASV

                 Ergebnisse

Walross 4

Marinetraffic (falls AIS aktiv)

Termine im ASV

20.10.2017
14:00 Uhr
Gästesegeln
20.10.2017
19:30 Uhr
Eishausfest
21.10.2017
Außerdienststellung
27.10.2017
Außerdienststellung
31.10.2017
19:30 Uhr
* Schifferrat
* nur für Mitglieder

Adresse

Akademischer Segler-Verein e.V.

Scharfe Lanke 57
13595 Berlin

Telefon +49 30 3615000
Telefax +49 30 36282469