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19.06.2017 13:17

Tagebuch eines Schiffertrimmers


Tagebuch eines Schiffertrimmers

Alles im Griff auf Prosit IV

Im ASV wird jungen Seglern/innen das Hochseesegeln ermöglicht und dies nicht nur als Crew sondern vor allem auch als Schiffer/in. Bevor es soweit ist wird zunächst kräftig im Binnenbereich auf der „Prosit IV“ geübt. Die „Prosit“ ist eine etwa 17 m lange, klassische Segelyacht ohne Motor für die mindestens 6 Personen Besatzung vorgesehen sind. Die Herausforderung die Schiffsführung zu übernehmen, liegt neben den Maßen des Schiffes vor allem in der Anleitung und Kontrolle der Crew – für ein gutes Manöver muss Hand in Hand gearbeitet werden.

Es folgt eine Reihe von Berichten eines jungen Schifferkandidaten von seinen Trimmfahrten.

 

Zweite Fahrt

Den aufmerksamen Lesenden wird es eventuell aufgefallen sein, dass der letzte Eintrag von diesem „Tagebuch“ bereits fast anderthalb Monate zurückliegt. Noch etwas länger zurück liegt auch meine letzte „richtige“ Trimmfahrt. Nun ist es aber leider so, dass ich zwischen Abschlussarbeit schreiben, meinen Lebensunterhalt sichern und Weltrettung (ihr kennt das ja alle) nicht immer Zeit finde, solche Termine zu organisieren. Wenn dann noch andere Veranstaltungen und Regatten dazwischen kommen, dann fällt die „Fahrschule“ eben leider einmal hinten runter. Aber ich versuche in Zukunft wenigstens einen Termin in der Woche wahrzunehmen. Dann vergesse ich auch nicht alles, was ich auf der vorherigen Fahrt gelernt habe.

Für den vergangenen Sonntag hatte ich mir ein paar Neulinge eingeladen und zum Glück kamen auch noch neben meinem „Fahrlehrer“ (Trimmschiffer) einige „alte Hasen“ (erfahrene Segler/innen) mit. Diese konnten mir viel von den notwendigen Erklärungen zu Manövern und Handhabung abnehmen.

Zum Start gingen wir die grundlegenden Manöver wie z. B. Wende und Halse theoretisch und praktisch durch, bevor dann das erste Mal die Boje „verloren“ wurde. Im Gegensatz zum letzten Mal behielt ich meinen Kopf beisammen und vergaß mein Ziel nicht. Das Manöver lief zwar nicht perfekt, aber immerhin konnten wir die Boje irgendwann fischen. Auf der Fahrt Richtung Süden genossen wir den wechselhaften Wind und vor allem die Sonne, um dann bei stetigeren Bedingungen im Großen Fenster noch einmal ein Boje-Über-Bord Manöver zu fahren. Meine Crew erledigte inzwischen ihre Aufgaben immer reibungsfreier und zügiger. So entschied sich mein Trimmschiffer kurzerhand dazu mir das Steuern mit dem Ruder zu untersagen. Die Crew und das Schiff sollen in allen Situationen unter Kontrolle sein, dies gilt auch für einen Ruderschaden. Und der kann durchaus einmal vorkommen. Außerdem ist es immer gut zu wissen, wie man ein Schiff nur mit den Segeln steuern kann. So wurde mit dem Ausruf „Pinne gebrochen“ diese Übungsphase eingeleitet. Das Geradeausfahren klappte für mein Verständnis bereits recht gut. Viel geradliniger fahre ich mit der „Prosit IV“ im Moment wahrscheinlich auch mit Pinne nicht. Die wieder einmal über Bord gefallene Boje konnte ich zwar noch nicht direkt fischen und das Manövrieren in einem Feld aus Ankerliegern (in Wahrheit waren es zwei Schiffe) viel mir dann auch nicht so leicht, sodass wir die Ruderanlage kurzerhand für repariert erklären mussten.

Was bleiben also von der Fahrt außer ein Sonnenbrand und ein schöner Tag mehr auf dem Kalender? So einiges, aber ich bin leider jetzt zu bequem dies in Worte zu fassen und außerdem muss ich morgen meinen Lebensunterhalt sichern.

Erneut danke ich allen Beteiligten für das lehrreiche, schöne Erlebnis.


Walross 4

Marinetraffic (falls AIS aktiv)

Termine im ASV

26.08.2017
14:00 Uhr
Segel Jour Fixe
29.08.2017
19:30 Uhr
* Schifferrat
02.09.2017
10:00 Uhr
AHAH-Aktiven H+H Tag
02.09.2017
14:00 Uhr
AH-Gartenbowle
09.09.2017
Geschlossene Veranstaltung (Hochzeit)
* nur für Mitglieder

Adresse

Akademischer Segler-Verein e.V.

Scharfe Lanke 57
13595 Berlin

Telefon +49 30 3615000
Telefax +49 30 36282469